Bottrop: Ein psychisch Kranker fährt mit dem Auto in mehrere Menschengruppen, verletzt acht Personen. Normalerweise erfolgen nun sofort Ermahnungen, man dürfe die soziale Gruppe, aus welcher der Täter stamme, nicht pauschal verurteilen. Doch dieses Mal sind die Rollen vertauscht, der Fahrer ein Deutscher, die Opfer Migranten. Sofort setzen völlig andere Reaktionen ein. In Windeseile fliegt die Rassismuskeule durch die Luft, auch ohne jegliche Detailkenntnisse von der Tat und dem kranken Mann. Ein „Gewaltforscher“ sorgt sich sogleich vor der Selbstermächtigung der Bürger. Hartmut Krauss dagegen sorgt etwas ganz anderes: die duckmäuserische Hinnahmebereitschaft, Widerstandslosigkeit und Selbstaufgabe der einheimischen Mehrheitsbevölkerung.
Der Sachverhalt
In der Silvesternacht fuhr ein 50-jähriger in Essen und Bottrop in mehrere Menschengruppen. Acht Personen wurden verletzt, zum Teil schwer. Offenbar steuerte ein ehemaliger Gebäudereiniger sein Fahrzeug gezielt auf Ausländer aus einem bestimmten Kulturkreis. Die Personen, die verletzt wurden, stammen zum Großteil aus…
Anno Demo 2018 – Die Formation: Nach den Erfahrungen mit Frauenmarsch Berlin und Gelbwesten Wiesbaden suchten wir eine Möglichkeit, zu verhindern, dass eine Demo wieder in der Sackgasse einer Blockade endet oder in Gewalt eskaliert. Wir erinnerten uns altertümlicher Strategen. Nun möchten wir euch einen ganz bestimmten Rat ans Herz legen: Setzt auf kleine, überschaubare Formationen und haltet euch an sieben einfache Regeln:
1.) Bildet kleine Gruppen von 16 bis 20 Personen, die dicht beieinander bleiben. 2.) Keine Zersetzung zulassen. Schiebt jeden Störer (Randalierer, Provokateur) entschlossen aus der Gruppe heraus. Ihr begeht damit keinen Verrat; Der Störer begeht Verrat an eurer gemeinsamen Sache. 3.) Vermeidet Missverständnisse. Lasst den Provokateur auch nicht mehr in die Gruppe hinein. Ansonsten könnte der falsche Eindruck entstehen, dass jemand aus der Formation heraus tritt, kurz randaliert oder jemanden attackiert und danach wieder in der Formation Deckung sucht. 4.) Kommuniziert mit der Polizei, vermeidet aber – möglichst – größere Diskussionen. Bedenkt, dass die Polizeibeamten auch unter Druck stehen und eventuell überreagieren könnten. 5.) Flyer und Plakate. Empfehlenswert sind Handzettel oder Flugblätter und ein von weitem gut lesbares Plakat mit einem kurzen Slogan oder einem Anliegen. So bietet ihr, für den Nachhall eurer Aktion, ein aussagekräftiges Fotomotiv und Handzettel eignen sich auch zur Weitergabe an Journalisten. 6.) Bleibt flexibel. Große Spruchbänder, vor dem Demo-Zug her getragen, bieten ein ergreifendes Bild. Aber ihr seid damit unflexibel. Erinnert euch an den peinlichen Anblick stehender Pegida-Demos vor EINEM einzelnen auf dem Boden sitzenden Gegen-Aktivist. In kleinen Formationen könnt ihr rechts und links an einem Störer vorbei gehen. Ihr seid dann nicht darauf angewiesen, dass die Polizei diese Person bittet, fort zu gehen. 7.) Singen ist besser …als Parolen skandieren. Habt also etwa 30 kleine Zettel mit einem Liedtext dabei. Musik, bzw. Lied-Vorschläge findest du in diesem Blog.
Tipps:
Formation erhalten
Rhythmisches Singen hat einen
weiteren Vorteil: Wenn ihr dicht in Formation geht, werdet ihr euch gegenseitig
„in die Hacken treten“. Im Takt des Gesangs im Gleichschritt zu marschieren,
verhindert dies. Zudem ist die Außenwirkung einer im Gleichschritt
marschierenden Formation ungleich beindruckender, als bei einer Gruppe von mehr
oder weniger schlecht singenden, vor sich hin schlendernden Menschen.
Werdet ihr aufgehalten oder eingekesselt?
Bleibt nicht einfach stehen; Marschiert auf der Stelle(!) singend weiter. So geratet ihr nicht so schnell in die Defensive.
In Bedrängnis?
Sollte deine Formation in Not geraten, DANN skandiert ihr: „Hier marschiert das Volk! Hier marschiert das Volk“ …während ihr vorwärts weitergeht. Das ist sinnvoll, falls man euch bewirft (mit weichen Gegenständen wie Eier, Tomaten, Müll), oder niederbrüllt, schubst und dergleichen.
Sollte deine Formation sich zurückziehen MÜSSEN, skandiert ihr etwas anderes: „RückZug vor-dem Sturm. RückZug vor-dem Sturm“. Auch hier sind Gleichschritt und „Kriegsgeschrei“ ein wichtiger psychologischer Faktor, der euch hilft. Bleibt zusammen.
Werdet ihr angegriffen?
Versucht, in eurer geschlossenen Formation(!) langsam und geordnet aus dem Brennpunkt heraus zu gelangen. Vermeidet es, euch mit einem Gegner zu prügeln, vor allem: haltet die Formation unbedingt geschlossen! (Die Antifa empfiehlt das Bilden von Ketten durch Unterhaken mit den Armen. Unten mehr dazu…) Wenn ihr angegriffen werdet, vergesst Flyer und Plakate; Lasst sie fallen. Rückzug ist oberstes Gebot, wenn ihr angegriffen werdet, etwa durch harte Schläge, Bewerfen mit harten Gegenständen, Rauchgranaten (Splittergefahr) oder auch Reizgas oder brennbaren Flüssigkeiten und dergleichen, oder durch den Versuch, eure Formation gewaltsam zu spalten. Eure Gesundheit hat vor jedem Anliegen Vorrang. Überlegt euch schon vorher, wen ihr nach einem solchen Vorfall, sobald ihr der Gefahrensituation entkommen seid, kontaktieren wollt. Nehmt dann unbedingt sofort Kontakt zu anderen Gelbwesten auf!
Handy-Filmer und Lifestreamer gehören in(!) die Formation.
Lasst diese Personen nicht alleine und ungeschützt stehen. Will jemand aber partout auf eigene Faust alleine losgehen, lasst ihn oder sie laufen… Ihr selbst bleibt in der Formation. Lasst euch nicht dazu hinreißen, sie zu verlassen. Wortführer und Organisatoren gehören ebenfalls in die Mitte einer Formation, denn sie sind naturgemäß ein effektives Ziel für Gegner.
Nur so könnt ihr folgendes verhindern:
1.) Einzelne bringen die Gesamtheit der Demonstrierenden vor der Öffentlichkeit in Misskredit. 2.) Einzelne Personen führen euer berechtigtes Anliegen vor Politikern und Beobachtern ad absurdum. 3.) Wegen einzelner Störer wird eure gesamte Demo aufgelöst oder eingekesselt. 4.) Wegen einer Handvoll Randalierer eskaliert die ganze Demo und versinkt in Gewalt. 5.) Einzelne Demo-Teilnehmer werden von Gegnern attackiert und verletzt, oder bleiben verletzt zurück.
Ein großer Demonstrationszug ist ein martialischer, beeindruckender Anblick; Aber auch viele kleine Formationen sehen beeindruckend aus. Auch sie vermitteln Geschlossenheit und Entschlossenheit.
Achtung, unten: DEMO-TIPPS VON DER ANTIFA
Widerstand stößt auf Widerstand
Bedenkt, dass unsere Gelbwesten-Anliegen nicht von Politik und Presse befürwortet werden. Erwartet also nicht, dass man euch mit unterstützender Sympathie begegnen wird. Bei einer angemeldeten Demonstration müsst ihr mit Gegendemonstrationen und Blockaden rechnen, welche von der Polizei nicht unbedingt aufgelöst werden. Reagiert dann nicht wütend. Bleibt in Formation. Singt. Vermeidet sinnlose Diskussionen. Haltet euch bei Kälte warm, indem ihr auf der Stelle marschiert; Das wird euch bei Sommerhitze auch Kreislaufproblemen vorbeugen helfen. Natürlich habt ihr dann ausreichend Getränke und Traubenzucker dabei.
Unterhaken / Ketten bilden. Keine Kosmetik…
DEMO-TIPPS VON DER ANTIFA (Auszüge/zitiert):
„Keine Schminke, keine Cremes, kein Labello – da kann sich beim Tränengaseinsatz das CN/CS in Fetten besonders anreichern.
Tausche deine Kontaktlinsen gegen eine bruchfeste Brille. Sorge dafür, dass du Medikamente, die du regelmäßig nimmst, in ausreichender Menge dabei hast.
Es kann auch nie schaden, sich unterzuhaken und in Ketten zu gehen. Nicht nur, dass die Stimmung gleich viel besser wird und sich Sprechchöre viel besser koordinieren lassen, nein, sollten die Ordnungshüter, Zivile und andere Wildgewordene in den Demo-Zug einzudringen versuchen, bieten die Ketten einen verlässlichen Schutz.
Bei Übergriffen:
Nicht in Panik geraten. Tief Luft holen, stehen bleiben und auch die anderen dazu auffordern. Spätestens jetzt heißt es, schnell Ketten zu bilden und wenn’s gar nicht anders geht, sich langsam und geschlossen zurückziehen. Oftmals können Übergriffe der „Freunde und Helfer“ (Anm.: Polizei) allein durch das geordnete Kettenbilden und Stehenbleiben abgewehrt, das Spalten der Demo, Festnahmen und das Liegenbleiben von Verletzten verhindert werden.
Schlau ist, sich nicht alleine auf den Nachhauseweg zu machen. Auch am Ende einer Demo versucht die Polizei oft einzelne festzunehmen. Deshalb geschlossen weg gehen und darauf achten, ob Mensch verfolgt wird. Falls es auf der Demo Zoff gab, melde dich bei Freundinnen und Freunden zurück, die wussten, dass du auf der Demo warst, damit du nicht als vermisst giltst.“
Der beste Schutz für unsere Gesundheit ist, das eigene Immunsystem zu stärken. Wer sich nicht mit Kräutermedizin und Naturheilkunde auseinander setzten möchte, findet hier ein paar sinnvolle, leicht umsetzbare Anregungen, sowie eine Anleitung für unsere betörende „Gelbwesten-Gemüsesuppe“.
Ein gut arbeitendes Immunsystem benötigt unbedingt eine ausreichende Trinkmenge, am besten in Form von Tee mit Hagebutten, Lindenblüten und Holunderblüten oder Ingwertee. Kaffee ist notfalls auch flüssig, aber wir wollen uns in Sachen Gesundheit mal ein wenig steigern.
Selbstverständlich solltest du auch auf eine ausgewogene Ernährung achten. Aber die Gemüsesuppe kommt später, wenn wir uns wieder etwas besser fühlen. Bei einer beginnenden „Erkältung“ bewährt es sich immer wieder, den ganzen Körper sehr warm zu halten, wärmer als üblich, im Bett zu schwitzen und viel zu schlafen. Das kommt unserem Bedürfnis sicher sehr entgegen; Höre auf die Signale deines Körpers. Aber bleibe nicht nur im Bett. Licht schenkt der Abwehr Vitamin D. Dreißig Minuten im Hellen draußen entspannt spazieren zu gehen, ist schon sehr hilfreich.
Besonders viel Vitamin D ist zudem
in einigen Nahrungsmitteln wie Hering und Lachs, in kleineren Mengen auch in
Eiern, Pilzen, Avocados, Vollmilch und Gouda-Käse enthalten.
Massagen, Gymnastik und Dehnübungen, sowie die Stärkung der Muskulatur tun nicht nur dem Rücken gut, sondern auch dem Immunsystem. Wunderweib.de berichtet, dass Studien zeigen: „Wenn unsere Muskeln regelmäßig in Aktion sind, schützt das vor grippalen Infekten – von trainierten Frauen bekommt nicht mal jede zehnte eine Erkältung“. Sport ist nicht Mord, in Maßen hilft er, unsren Körper widerstandfähig und gesund zu halten. Eine Grippeschutzimpfung indes gehört in der Regel eher nicht dazu.
Vorbeugend, bei erkrankten
Menschen im Umfeld, wirkt auch die Kombination von Vitamin C und Zink.
Sie ist als Nahrungsergänzungsmittel zu erhalten. Zink kommt in guten Mengen in
Kürbiskernen und Haferflocken vor, ebenso in Erdnüssen, Paranüssen, Erbsen,
Eigelb und Meeresfrüchten (bes. Austern). Lachs und Hering enthalten zudem viel
Vitamin D. Rote Paprika, Kohl, Petersilie und Zitrusfrüchte sind reich an
Vitamin C, ebenso schwarze Johannisbeeren.
Bekommst du Appetit? Gut so.
Iss, wonach dein Körper verlangt; Er zeigt dir damit, was ihm fehlt. Fehlen dir
Nudeln oder Schokolade? Ok. Iss ein wenig davon und halte dich nicht zurück,
mit deinem Lieblingsmensch oder mit deinem Haustier zu kuscheln 😉 Das
Immunsystem ist kein isoliertes System, sondern es arbeitet eng mit dem
Nervensystem zusammen. Folglich ist es auch sehr beeinflussbar durch deine
Gefühle, Gedanken und durch Stress. Sicher kennst du die typische „Erkältung“,
die auf traurige Ereignisse oder eine durchgeweinte Nacht folgt…
Und nun zur „Gelbwesten-Gemüsesuppe mit einer betörenden Note von Ingwer“
Sie macht, weil du frisches
Gemüse nimmst, ein wenig Arbeit. Aber aus frischen Zutaten hergestellt,
schmeckt sie besser, als mit einer fertigen Gemüsemischung aus der Kühltheke. Rindfleisch
oder/und Markknochen abkochen und dann aus der Brühe sieben. Notfalls kannst du
auch (reichlich) Schweinefleisch nehmen; Aber dann musst du hinterher mit einer
fertigen Instand-Fleischbrühe geschmacklich nachhelfen. Gemüse wie Sellerie
(ganz wichtig), Lauch, Möhren, etwas Weißkohl, Kohlrabi und zwei oder drei
Kartoffeln während die Fleischbrühe kocht, putzen, ordentlich kleinschnippeln
und mit etwas Salz in der fertigen Brühe mit dem nun kleingeschnittenen Fleisch
weich kochen.
Die Kartoffeln schneidest du NICHT so klein wie das übrige Gemüse, so dass du
sie später, wenn sie weich sind, mit der Gabel zerdrücken kannst, damit die
Suppe schön „sämig“ wird.
Das Gemüse für eine Suppe sollte generell etwas weicher gekocht werden, als für
eine Beilage. Aber mit einem Kartoffelstampfer (oder Mixer – Vorsicht, spritzt)
wird deine Suppe auch schön „gebunden“, ohne dass du das wertvolle Gemüse und
vor allem die enthaltenen Vitamine völlig zerkochst. Nimm bitte KEINEN
Passierstab, sonst bekommst du einen Gemüsebrei statt einer Suppe.
Hinzu kommt jetzt reichlich fein gehackte Petersilie, die nur ganz kurz
mitgekocht wird. Achtung, die nun sämige Suppe brennt schnell an. Nun
verfeinere deine Gemüsesuppe mit einer Prise Ingwer (Ingwer-Pulver aus dem
Gewürzregal genügt völlig). Hast du nicht genügend Möhren zur Verfügung, dann
salze etwas großzügiger und würze außerdem mit einer Prise Zucker. Achte bitte
darauf, dass deine Suppe nicht salzig schmeckt. Die leicht süßliche Gemüse-Note,
verbunden mit dem Ingwer, verleiht deiner Suppe eine betörende Geschmacksnote.
Eine gesunde, sprich:
ausgewogene Ernährung ist regelmäßig, nicht nur dann, wenn du dich schlapp oder
schon krank fühlst.
Geheimtipp Honig und Kurkuma
Hier ist ein Rezept aus
wahregesundheit.de:
Nimm 1 Esslöffel Kurkuma und
100g Bio-Honig.
Beides ist in einem Gefäß gut zu vermischen. Fertig. Davon nimmst du jede
Stunde einen halben Teelöffel voll. Am nächsten Tag reduzierst du auf alle zwei
Stunden. An den folgenden Tagen nimmst du von dieser Mischung drei Mal täglich
einen halben Teelöffel zu dir.
Mit Kurkuma könnte man Wunden
behandeln, ebenso Muskelkrämpfe, Lebererkrankungen, Hauterkrankungen,
Verdauungsstörungen, Infektionen, Entzündungen und Magenprobleme.
Für alles hier Geschriebene gilt: Wird es nicht besser oder bist du dir nicht sicher? Dann gehe zum Arzt.
Schöne Aussichten für Reichsbürger und Schutzantragsteller mit einem Faible für theatralische Abschiede. Das Auge sieht Worte aber der irdene Mensch sieht nur mit dem Herzen gut. Lass das Bild auf dich wirken, dann widme dich gerne der märchenhaften Prosa.
Als
die Kraft der gestauten Wassermassen der Moskawa noch kein Licht
hervorzubringen vermochte, als die Flüsse sich noch selbst ihren Weg durch die
weiten Auen und Steppen der weiten Landschaften suchten, und als die Menschen
noch dem Jahreskreis im Einklang mit Mutter Erde folgten, da wandelte eine
wunderschöne junge Göttin zwischen Himmel und Erde. Mit mildem Blick vermochte
sie, in den Herzen der Menschen zu lesen, wie in einer Buchrolle, und sie hat
die Herzen der Menschen geliebt. Als die Männer der Erde angefangen hatten, die
Tiere zu zähmen, Zäune und große Häuser zu bauen und große Hausstände zu
gründen, da reichte die große Göttin Weisheit ihr ein weiches Tuch, welches sie
aus ihrem eigenen Haar gewebt hatte. Die junge Göttin nahm das Tuch aus der
Hand der Weisheit und verband sich damit die Augen, damit sie durch das Gewebe
der Weisheit hindurch ohne Ansehen von Person und Stand in die Herzen der
Menschen schauen konnte. Sie griff nach ihrer silbernen Waage, und wog stets in Gerechtigkeit und Milde ab, bevor sie ein
Urteil sprach. Das Auge der Patriarchen
der Erde aber lag stets mit Wachsamkeit auf dem Wort der Göttin, und ihr Name
war Justitia. Als Justitia wieder einmal ein Urteil gesprochen hatte, traten
die Patriarchen zusammen, um Rat zu halten. Als der sechste Tag angebrochen
war, trat ein hoher Edelmann hervor und sprach: „Gedenket des Tuches der jungen
Göttin, welches ihre Augen bedeckt: Die große Göttin Weisheit selbst hat es aus
ihrem eigenen Haar gewebt. Lasst uns einen Schrein aus Kristall bauen. Da
hinein wollen wir das heilige Tuch legen, damit es für die Ewigkeit bewahrt
sei. Justitia aber soll sich die Augen verbinden, mit unserem Tuch, welches die
geschickteste meiner Sklavinnen über und über mit Goldfäden besticken
möge. Den Patriarchen gefiel der Rat des
hohen Edelmannes, und sein Name war Mammon. Als die Frau siebenundsiebzig Tage
an dem Tuch gestickt hatte, war das Werk vollendet. Justitia gefiel es, das Tuch der Göttin
nunmehr zu schonen und für die Ewigkeit zu bewahren. Da bedeckte sie ihre Augen
mit dem Tuch des Edelmannes, um von nun an durch das Tuch Mammon in die Herzen
der Menschen zu schauen. Das göttliche Tuch aber hatten die Männer in den
Schrein aus Kristallglas gelegt, welcher in den innersten Räumen der ewigen
Stadt eingemauert war, während ein Seufzen der Menschen an das Ohr der jungen
Göttin drang. Da trat sie vor den Rat der Männer und sprach: „So groß meine
Mühsal auch ist, so kann ich doch die Wahrheit nicht sehen, und ein Seufzen
zieht durch das Land.“ Die Männer aber
antworteten: „Seid unbesorgt, edle Hoheit. Das Wort der Priester trägt
Wahrheit. Ihrem Wort möge die göttliche Richterin fortan folgen, auf dass das
Land in Wohlgedeihen blühen möge, unter der Sonne.“ Justitia spürte, wie eine schwere Last von
ihr fiel. So schritt sie geraden Schrittes auf das hohe Haus zu, welches die
Patriarchen für sie auf einem Berg gebaut hatten, so dass sie von nun an in seinen Mauern Gericht
halten möge. Und das Reich blühte unter
den Händen der hohen Herren und ihrer Baumeister auf, in Wohlgedeihen. Der
Gerichtsfälle indes wurden es viele. Da berief der Rat der Männer hundert
Beamte, welche der Göttin die Arbeit abnehmen sollen. Justitia aber geriet in große Angst. Also
behielt die Waage in ihrer Hand, und sie dachte bei sich: „Die Herren
mögen sprechen, so wie ich es gewogen habe. Dann wird es gut gehen, und den
Menschen wird kein Leid geschehen.“
Da hüllten die Fürsten des Landes ihre Beamten in lange Roben und
bedeckten ihre Häupter mit großen Perücken. Die Menschen, so sprachen die
Fürsten zueinander, werden die edlen Roben sehen und sagen: „So möge ein
jeder Richter mit der Wirtschaft seines
eigenen Hauses hinter seiner Amts-Robe zurücktreten, dass kein Richter
seinen eigenen Vorteil aus seinem Amt ziehe.“ So vergingen Jahre der
Eintracht und des Friedens. Doch es kam eine Zeit, da wuchs das Reich, jedoch
mit Schmerzen, so wie eine Schwangere, die in den Geburtswehen liegt. Und mit
jeder Wehe wurden die Mauern höher, hinter denen die Edlen und die Wohlhabenden
wohnten. So kam es, dass die Baumeister der hohen Herren einen großen Tempel
über den innersten Räumen der alten Stadt bauten, ganz nah an dem Platz, an dem
die Häuser der Reichen standen. Also entstand der neue Tempel auf den Grundmauern
der alten Stadt, in welcher der Schrein mit dem göttlichen Tuch eingemauert
ward. Auch sagt man, dass die Göttin Justitia selbst unter dem neuen Tempel in
der alten Stadt eingemauert sei.
Manchmal, wenn kein Mensch es wagt, seinen Mund auf zu tun und zu reden,
so erzählen sich die alten Leute, hört man Justitia in ihrem Grab leise weinen.
Die Fürsten, welche von diesem Gerücht bald hörten, zeigten Erbarmen, und sie hielten
sie Rat. Da trat einer von ihnen hervor und sprach: „Lasst uns diese Worte
zu jedem Baumeister sagen: Justitia zu Ehren sollen marmorne Standbilder der
alten Göttin der Gerechtigkeit in den hohen Häusern der Gerichte aufgestellt
werden“, und der junge Fürst der dies sprach, sein Name war Politikas. Wenn Du mir nicht glauben magst, dann geh‘ in
die Stadt und suche nach den steinernen Standbildern der Justitia.